Einfach erstmal Atmen, und langsam machen
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Kein Problem! đ Beim Canyoning gilt das goldene Gesetz: Alles, was nach Herzklopfen klingt, ist freiwillig. Stell dir vor, du stehst vor einem Wasserfall, der aussieht, als wĂ€re er direkt aus einem Actionfilm geklaut worden. Der Guide erklĂ€rt dir freundlich, dass du hier runterhĂŒpfen kannst â oder eben auch nicht. Falls du plötzlich merkst, dass deine Beine sich in Beton verwandelt haben und dein Hirn nur noch âNope!â schreit, dann lĂ€chel einfach höflich und sag: âIch passe! Aber ich applaudiere den anderen.â Niemand zwingt dich, ein menschlicher Komet zu werden. Wenn du möchtest, kannst du dich gemĂŒtlich an einem Seil abseilen, wĂ€hrend die anderen sich schreiend ins Abenteuer stĂŒrzen. Oder du machst einfach eine ausgiebige Landschaftsbewunderungspause. đ
Canyoning Guides
Die Guides haben immer einen Plan B. Und einen Plan C. Und notfalls einen Plan âLass uns einfach so tun, als wĂ€re das Absichtâ. đ€ Falls du also mittendrin merkst, dass du lieber in einem Whirlpool sitzen wĂŒrdest als in einer tosenden Felsschlucht, dann gibt es immer eine Alternative. Manche Stellen kannst du umgehen, bei anderen kannst du in aller Ruhe nach unten kraxeln. Und wenn gar nichts mehr geht, kannst du den ultimativen Joker ziehen: Einfach kurz innehalten, mit dramatischem Blick in die Ferne schauen und sagen: âIch ĂŒbernehme heute die Foto-Dokumentation fĂŒr die Gruppe.â Zack â aus der Höhenangst wird ein verantwortungsvoller Job. đž
Wie gefÀhrlich ist Canyoning? SicherheitsgesprÀch vor der Tour
Deine Angst beim Canyoning
Manchmal kommt die Angst ja auch erst, wenn man schon halb im Abseilmodus hĂ€ngt und der Fels plötzlich viel rutschiger erscheint als geplant. Da hilft nur eines: ruhig durchatmen, sich an den netten Guide erinnern, der garantiert schon Leute mit mehr Panik als du nach unten begleitet hat, und sich an die goldene Regel halten: Immer schön so tun, als hĂ€ttest du alles unter Kontrolle. Falls nötig, hilft auch die âIch bin ein cooler Abenteurerâ-Methode: Einfach laut pfeifen, einen lĂ€ssigen Spruch raushauen (âNa, das ist ja ein Kinderspiel!â), innerlich weinen und dann gaaaanz langsam loslassen. đ«Ł Und falls es wirklich nicht geht? Kein Stress! Der Guide hilft dir runter, als wĂ€rst du eine edle Prinzessin oder ein majestĂ€tischer König auf dem Weg zum sicheren Boden. đ
Die anderen lachen nicht – jedenfalls nicht so viel
Falls du Sorge hast, dass die anderen dich auslachen â keine Angst! Beim Canyoning sind alle irgendwann mal in der Situation, dass sie sich vor irgendwas in die Hose machen. Mal ist es der Fels, mal die eiskalte Wassertemperatur, mal der Moment, wenn man merkt, dass man beim letzten Sprung unabsichtlich einen neuen Weltrekord im unkontrollierten Flattern aufgestellt hat. đ€Ș Jeder hat seinen eigenen Nervenkitzel-Moment, und in der Regel lachen alle zusammen ĂŒber ihre Ăngste â nicht ĂŒber dich! Meistens entstehen sogar die besten Geschichten genau dann, wenn jemand NICHT gesprungen ist: âUnd dann stand ich da⊠10 Minuten⊠20 Minuten⊠bis der Guide mir angeboten hat, mir eine Pizza runterzubringen.â đ
Einsteiger
Einsteigercanyoning bedeutet: Alle Rutschen und SprĂŒnge sind freiwillig, wir gehen langsam von Stelle zu Stelle und individuell auf euch ein! Beim Einsteigercanyoning sind alle willkommen, die Lust auf leichtes Canyoning mit viel SpaĂ haben.
Sportcanyoning: Abseilen durch glitzernde WasserfĂ€lle, SprĂŒnge in tiefe Gumpen und Rutschen – beim Sportcanyoning geht’s schon gut zur Sache. Die Tour richtet sich auch an Einsteiger – vorausgesetzt ihr bringt eine gewisse Sportlichkeit mit.
Extremcanyoning: In der Kobelache brauchst du Nerven wie Drahtseile – wir machen SprĂŒnge in enge Gumpen, befinden uns ĂŒber lange Abschnitte in tiefen Schluchten und sind auf der Tagestour (129 ⏠pP) bis zu 6 Stunden unterwegs. Hast du es drauf?
Fazit: Was passiert, wenn ich mich wÀhrend der Tour nicht mehr traue?
Am Ende des Tages zĂ€hlt nicht, wie viele SprĂŒnge du gemacht hast oder ob du dich wie ein Actionheld gefĂŒhlt hast â sondern dass du dabei warst, dass du deinen eigenen Mut getestet hast und dass du dich immer wohlgefĂŒhlt hast. đȘ Canyoning ist ein Abenteuer, aber kein Pflichtprogramm fĂŒr lebensmĂŒde Stuntmen. Also: Wenn du dich mitten in der Tour nicht mehr traust, dann atme durch, schau dir die Alternative an und mach das, was sich fĂŒr dich gut anfĂŒhlt. Und wenn alles nichts hilft? Dann gibt es immer die âUps, ich hab plötzlich wahnsinnig Lust auf ein Picknickâ-Taktik. đ§șđ
Canyoning: Bilder
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